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es ist schon ein „Kreuz“ mit dem Dialog

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Stock,

lieber Martin,

da auch mit Dir als Bürgermeister der Dialog zur Ortsumfahrung Sulzbach offensichtlich nur im Rahmen von Gemeinderatssitzungen stattfindet und damit für Bürger eine Gesprächsbeteiligung nur sehr begrenzt möglich ist, scheint mir auch weiterhin nur der schriftliche Weg zu bleiben.

In der Anlage übersende ich Dir aus diesem Grund die Antwort von mir auf Aussagen im Main-Echo, die ich als Leserbrief weitergeleitet habe, der jedoch bislang noch nicht veröffentlicht wurde.

Da ich heute Abend nicht vor Ort sein kann, hier noch ein Antrag von mir für die Bürgerviertelstunde:

Nachdem als Vorzugstrasse des Staatlichen Bauamtes nun die Nord-Süd-Tangente vorgestellt wurde, steht dem verkehrlichen Gesamtkonzept des Gemeinderates, das auf der Umsetzung von Nord-Süd zu beruhen scheint, wohl nichts mehr im Weg.
Mit der Vorzugstrasse sollen laut Gutachten und nach Aussage von Gemeinderäten städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten für den historischen Ortskern geschaffen werden.

Ich bitte, unter TOP 3 „Ortsentlastung Sulzbach, Sachstand und weiteres Vorgehen“ den Bürgern in diesem Zusammenhang folgende Punkte zu erläutern:

  • Welche städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten sind dies und an welchen Stellen sollen sie mit Hilfe der Vorzugstrasse umgesetzt werden?
  • Die jetzige Staatsstraße wird nur zu einem Teil zur Gemeindestraße umgewidmet werden können. Der andere Teil verbleibt als Kreisstraße unter der Planungshoheit des Landkreises bzw. des Staatlichen Bauamtes und unterliegt aus diesem Grund nach meinem Wissen den Vorschriften, die im Hinblick auf die Festlegung von Geschwindigkeitsbeschränkungen und Anforderungen an die Fahrbahnbreite, für alle Kreisstraßen gleichermaßen gelten. Hat sich die Gemeinde im Rahmen ihrer Festlegung auf Nord-Süd als Vorzugstrasse im Jahr 2013 oder zwischenzeitlich kundig gemacht, welcher Abschnitt der jetzigen Staatsstraße dies sein wird, um ihre Entwicklungswünsche zu planen?
  • Laut Verkehrsgutachten wird der LKW-Verkehr auf den Kreisstraßen, insbesondere in der Jahnstraße, in den nächsten Jahren stark zunehmen und das obwohl bereits jetzt die Umweltverträglichkeitsstudie bezüglich der dortigen Wohnqualität von einer „sehr hohen Belastung“ spricht. Wie löst die Gemeinde dieses Problem im Rahmen ihres Gesamtkonzeptes und einer Nord-Süd-Trasse?
    Eine Einbahnstraßenreglung ändert am Gesamtverkehrsaufkommen von rund 10.000 bis 11.000 Kfz auf der MIL 11 bekanntlich nichts und vor der Anna-Kirche will man die prognostizierte Zahl an LKW sicher auch nicht haben.

Insgesamt denke ich, es ist an der Zeit, den Bürgern klare Signale zu senden, ob neben der Festlegung auf Nord Süd, die schon seit Jahren besteht, weitere Planungen existieren, wie die Gemeinde die verbleibenden, nicht geringen verkehrlichen Probleme in Sulzbach lösen will. Denn wie unser Bürgermeister im Video richtig sagt: „13.000 Fahrzeuge hinterlassen Lärm und Abgase.“ Das tun sie jedoch nicht nur auf der Staatsstraße sondern auch in den Kreisstraßen und entlang der Wohnbebauung der neuen Trasse. Auch diese Menschen gehören zu Sulzbach. Maximale Entlastungswirkung? Aus meiner Sicht Fehlanzeige.

Ich bedanke mich schon im Voraus für die Erläuterungen und gehe davon aus, dass sie im Protokoll der Sitzung nachzulesen sein werden.

Grüße

Marion Gado